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Historische Monographien

Die hier gezeigten historischen Pflanzenmonographien sind in der Regel als Originalarbeiten in der 'Zeitschrift für Phythotherapie' (ZPT) erschienen.

 

„Treibt nur eure Künste! Das ist alles recht gut, aber ihr werdet mich doch wohl nicht retten."1 Mit diesen Worten frustrierte der Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe seine Ärzte - hier insbesondere Wilhelm Rehbein (1776-1825), Hofarzt in Weimar, seit 1818 Goethes Hausarzt -, als ihn im Februar 1823 eine schwere gesundheitliche Krise niedergeworfen hatte: allem Anschein nach ein Herzinfarkt2. Wenige Tage später, am 24. Februar, berichtet Kanzler von Müller: „Mit Wohlgefallen hörte er [Goethe], dass man ihm Arnika geben wolle, und hielt ganz behaglich eine kleine botanische Vorlesung über diese Blume, die er häufig und sehr schön in Böhmen getroffen."3 Der prominente Patient selbst ließ an diesem Tag in sein Tagebuch die Bemerkung eintragen: „eine Tasse Arnica-Thee getrunken." Und Eckermann gibt uns - ebenfalls am Dienstag, dem 24. Februar 1823 - sogar eine Beschreibung des Kontextes: „Er trank drauf eine Tasse eines Dekokts von Arnika, welche gestern, im gefährlichsten Moment von Huschke angewendet, die glücklichste Krisis bewirkt hatte. Goethe machte eine graziöse Beschreibung dieser Pflanze und erhob ihre energischen Wirkungen in den Himmel."4

 

 

Forschergruppe Klostermedizin

 

 

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